Bälle sammeln und ablegen? Eigentlich für viele unserer Schülerinnen und Schüler mit Konsolen-Erfahrung ein Kinderspiel. Aber mit einem echten Bagger Tennisbälle mit einem Greifarm hochhieven und in einen Eimer bugsieren? Das erfordert praktisches Können, und darum ging es letzte Woche bei unserer Berufemesse in der Mensa und auf dem Schulhof. Ausprobieren und mitmachen, um zu motivieren für vielfältigste Berufe. Mit dabei waren diesmal für das Handwerk unsere Kooperationspartner Ernst Petershagen (Straßen-, Kanal- und Rohrleitungsbau) und die Firma Christoffers (Anlagen- und Gebäudetechnik).

Für die geschickteste Baggerführung gab es von Petershagen sogar das Zertifikat „Bagger-Führerschein“ und am Stand der Firma unter anderem Infos zum Beruf des Baugeräteführers. Die Firma Christoffers bot praktische Einblicke in die Anlagentechnik durch Rohrkonstruktionen, die von den interessierten Haupt- und Realschülern selbst verpresst wurden. Gebäudetechnik und elektrische Schaltungen waren die Schwerpunkte der Meyer Technik Unternehmensgruppe, während die Stadt Delmenhorst Gartengeräte für Berufe im Landschafts- und Gartenbau vorstellte. Ähnlich spielerisch wie mit dem Bagger wurde es bei der Firma Hans Pries, die den Spiele-Klassiker Tetris wieder aufleben ließ, denn unter anderem geht es im Berufszweig Lagerlogistik darum, Pakete schnellstmöglich einzusortieren. Hand anlegen galt auch am Stand der Apotheke Süd, wo Salben hergestellt wurden, um den Beruf des pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) kennenzulernen.

Doch nicht nur handwerkliche, sondern auch Berufe im sozialen und allgemein im Dienstleistungsbereich wurden vorgestellt. Die Seniorenresidenz Haus am Park veranschaulichte das Leben mit körperlichen Einschränkungen mithilfe einer Brille, die zum Beispiel die Sehfähigkeit stark einschränkte, während Mitarbeiter von Norle – Normales Leben erklärten, wie man Menschen mit Behinderung hilft, Selbstorganisation und Bewältigung von Alltagsaufgaben zu erlernen und zu trainieren. Um Falschgeld ging es unter anderem am Stand der LzO, und es fiel nicht leicht, gefälschte Banknoten richtig zu erkennen – auch ein Teil des Jobs im Bankgewerbe.

Wer trotz der Vielfalt noch unschlüssig war, wo er oder sie ein Praktikum oder eine Ausbildung absolvieren möchte, konnte sich bei der Bundesagentur für Arbeit und dem BNW (Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft) weitere Informationen einholen. Wir danken dem BNW und Alexander Röhrich, unserem Fachbereichskonferenzleiter Arbeit-Wirtschaft-Technik, für die gelungene Organisation der Berufemesse und wünschen den Schülerinnen und Schülern, dass sie entweder bereits fündig geworden sind bei der Praktikums- oder Ausbildungsplatzsuche oder einen weiteren Schritt in Sachen Berufsorientierung machen konnten. Ein besonderer Dank gilt den Unternehmen, die keine Kosten und Mühen gescheut haben und ein schülergerechtes Erlebnis angeboten haben.