Was bedeutet eigentlich Demokratie – und wie sieht sie aus? Wer sich ein Bild davon machen möchte, wie in Zeiten wachsender politischer Extreme Gemeinschaftssinn greifbar wird, muss nur wenige Schritte durch unsere Flure gehen. Dort zeugen die Ergebnisse unseres ersten Demokratietags von der Kreativität unserer Schulgemeinschaft und beeindrucken mit Ideen für einen friedlichen und respektvollen Umgang miteinander.
Nach wochenlanger akribischer Planung des Organisationsteams unter der Leitung unserer Politik-Fachleiterin Marzena Weilke starteten alle Jahrgänge am 16. April in der zweiten Stunde mit theoretischen Grundlagen, bevor Demokratie durch Plakate oder Kunstobjekte konkrete Formen annehmen sollte.
Im fünften Jahrgang und in den Sprachlernklassen wurde Demokratie durch Regeln für Zusammenhalt und friedliches Miteinander erlebbar, indem unter anderem Fairness-Regeln, geplant von Frauke Küwen und Kerstin Baum, erarbeitet und als Plakate dargestellt wurden.
Konkreter wurde es im sechsten Jahrgang, wo auch Verantwortung füreinander am Beispiel von Mitbestimmung bei der Kiosk-Planung geübt wurde – inklusive neuer Produktvorschläge! Ein Heimspiel für Irina Sentemov von der Schülervertretung, die dieses Jahrgangsprojekt führte.
Die Wirkung von Worten und die vielfältige Bedeutung des Wortes Respekt waren Thema in den siebten Klassen. Marzena Weilke und Klaus Lück hatten dazu als Ergebnis auf Pappe geklebte Wortschlangen mit Wörtern vorgesehen, die Respekt ausdrücken oder dazu animieren sollen. Eine kreative Gemeinschaftsarbeit, inspiriert vom Künstler Charles McGee.



Im achten Jahrgang wurde Mut großgeschrieben: Zivilcourage, Mut und Empathie wurden thematisiert und erlebbar gemacht durch Diskussionen zu Situationen, in denen menschliche Entscheidungen vonnöten sind. Dazu wurden Mut-Symbole kreiert und starke Sätze herausgearbeitet, die Mut machen – eine Idee von Virginia Sroka und Antje Gause.
Dass Rassismus oft durch simple Unterschiede entsteht und wie man Rassismus erkennen, darauf reagieren und vermeiden kann, zeigte das Projekt von Laura Rusnak und Julia Deutschländer für die neunten Klassen. Auch hier gab es Alltagsbeispiele, die sicher vielen nicht unbekannt vorkamen, sowie Plakate zur Visualisierung und Kennzeichnung des Problems.

Im zehnten Jahrgang ging es um persönliche Freiheit vs. Gemeinwohl. Was sind Green Flags / Red Flags – persönliche Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen? Dieses Projekt wurde von Meike Böhmer und Anna Hannemann geplant und erfolgreich umgesetzt.
Am Ende, nach viel aktiver Auseinandersetzung mit den vielfältigsten Formen von Demokratie, wurden die Ergebnisse in der sechsten Stunde überall in den Fluren ausgehängt. Nun werden wir alle beim Gang durch unsere Schule täglich daran erinnert, wie wir einander freundlich, fair und respektvoll begegnen und miteinander sprechen sollten und wie Mitbestimmung möglich und erlebbar wird. Ein absolut beeindruckendes und nachwirkendes Ergebnis! Vielen Dank an die kreativen Köpfe um Politik-Fachleiterin Marzena Weilke und an alle Schülerinnen und Schüler, die diesen besonderen Tag mitgestaltet haben!